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Glossar: Technische Begriffe und Abkürzungen
Es gibt kaum eine Szene, in der so viele Begriffe abgekürzt werden wie in der Unterhaltungs-Elektronik. Jeder nennt sie, aber kaum einer kennt sie.
Wir haben einige der wichtigsten Begriffe in unserer Liste zusammengefasst.
Full-HD mit 1080p und 24bps
Bild-Übertragungs-Normen
DVB Digital Video Broadcasting In EU sind derzeit üblich DVB-S vom Satelliten, DVB-C vom Kabel und DVB-T über terrestrische Senderketten (seit Ende Oktober in Österreich Norm); ab heuer DVB-H für Handhelds (Palms und Handys).
HDTV High Definition TV Fernsehen mit hoch auflösenden Bildern. Übertragung in EU via Satellit und Kabel. Auch über Senderketten möglich - etwa so in UK und Frankreich geplant; in Österreich vorerst nur über Satellit und ggf. Kabel. MPEG-4-
Datenreduktion. Digital-Surroundton.
Displays
24p/24Hz Bildwechselfrequenz 24 Bilder pro Sekunde (bps/engl: fps) auf Blu-ray und HD-DVD. Das entspricht der originalen Filmabtastung im Kino. Neues, wichtiges Feature bei Full-HD-Flats und HDPlayern. Sorgt für ruckelfreie, filmähnliche Kameraschwenks. In den Displays wird diese Zahl auf mindestens 72 Bilder pro Sekunde verdreifacht, um das Bild noch klarer erscheinen zu lassen.
Ohne „24“ muss entweder auf 60Hz hochgerechnet werden (NTSC-Pulldown) oder der Film wird an die 50Hz-EU-Frequenz angepasst und läuft dann statt mit 24 mit 25 Bildern pro Sekunde.
CRT Cathode Ray Tube Klassische Braunsche Röhre.
cd/m² 1 Candela entspricht dem Schein einer Kerze, 400 Candela etwa dem einer Ampel.
Full HD/HD 1080 Display, geeignet für HDTV der höchsten Qualitätsstufe. Auf den Empfang von 1080i (1920x1080 Pixel) und 1080p von HD-DVD und Bluray
optimiert. 720p-HDTV-Programme und DVB-T werden angepasst.
HDCP s. HDMI (Anschlüsse)
HD-ready Display, geeignet für HDTV. Zumeist auf den Empfang von 720p (1280 x 720 Pixel) optimiert. 1080i-HDTV-Programme und DVB-T/PAL werden
rechnerisch ans Display angepasst. Im Image liegt aktuell Full-HD viel besser in der Publikumsgunst, HDReady wird für Einsteiger-Geräte bleiben.
LCD Liquid Crystal Display Flüssigkeitskristall-Bildschirm. Moderne Reaktionszeiten: um 4 ms (Millisek.)
Lux Kontrast-Verhältnis, das aussagt, um wie viel Mal heller Weiß gegenüber Schwarz dargestellt wird. Drei Messungen sind möglich: in völliger Dunkelheit, bei
Bürolicht (500 Lux) und bei Sonnenlicht
ms Millisekunde. 1/1000tel Sekunde.
Pixel Bildpunkt. Kleinste Bild-Einheit eines Displays. Auf einer DVD (in PAL) beträgt die Bild-Auflösung 704 Pixel horizontal and 576 Pixel vertikal. Gesamtanzahl
bei einem einzigen DVD-Bild: 405.504 Pixel. Bei BD und HD-DVD etwa vier- bis fünfmal mehr.
p (rogressive /Vollbild) Bildaufbau bei PC-Displays und bei modernen Bildschirmen. Bei HDTV sind sowohl 720p (1280 x 720 Pixel) als bei Blu-ray-Discs und HDDVDs
auch Full HD mit 1080p /1920 x 1080 Pixel) üblich.
i (nterlaced / mit Zeilensprung) üblicher zeitversetzter Bildaufbau bei NTSC und PAL mit 525 bzw. 625 Zeilen. Bei HDTV-Sendungen ist Interlaced „1080i“
üblich (1920x1080 Pixel).
VGA bis SXGA VGA: Video Graphics Array, analoger Grafikstandard (RGB) mit einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten. SVGA: Ultra Video Graphics Array,
Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten. XGA: Extended Graphics Array, Auflösung von 1024x768 Bildpunkten. SXGA: Super Extended Graphics Array, Auflösung von
1280x1024 Bildpunkten.
Zoll/Inch Wieder in Mode gekommene englische Maßeinheit für Bildschirm-Diagonalen. 1 Zoll=2,54 cm. Bildschirm- Formate und ihre cm-Umrechnung: 32 Zoll=82 cm, 37 Zoll=94 cm, 42 Zoll=107 cm, 46 Zoll=116 cm, 50
Zoll=127 cm, 65 Zoll=155 cm und 103 Zoll=262 cm.
Aufnahme-Medien
BD Blu-ray-Disc Disc mit verfeinerter Pitstruktur, die bis etwa fünffache Datenmenge von DVD-Video enthält. Abtastung mit blauem Laser (alle anderen Discs, wie CD
oder DVD mit rotem). Für HDTV-Film-Discs und PCAnwendung geeignet. Mit erweiterten Dolby- und dts- Surround-Möglichkeiten. Konkurrenz zu HD-DVD.
DivX Video-Übertragungs-Technik mit Datenreduktion,ähnlich MPEG-4. Konkurrenz dazu XviD.
DV Digital Video Camcorder-System für digitale Aufzeichnung von Bild und Ton. Weiterentwicklung HDV.
DVD, DVD-Video Digital Versatile Disc (Vielfalts-Disc) oder Digital Video Disc. Nur Wiedergabe.
DVD-R, DVD+R DVD-Recordable 1x bespielbare DVD. DVD-RW, DVD+RW DVD-ReWritable Mehrfach bespielbare DVD.
HDD Hard Disc Drive Festplatte. Nach DVD-Recordern zunehmend in HDTV-Sat-Receivern und in HD-Flats.
HD-DVD High Definition DVD Disc mit verfeinerter Pitstruktur, die bis etwa vierfache Datenmenge von DVD-Video enthält. Abtastung mit blauem Laser (alle
anderen Discs, wie CD oder DVD mit rotem). Für HDTV-Film-Discs und PC-Anwendung geeignet. Mit erweiterten Dolby- und dts-Surround-Möglichkeiten.
Konkurrenz zu Blu-ray. Um den Speicherplatz gegenüber Blu-ray wettzumachen, entwickelt man mehrlagige HD-DVDs (aktuelle Normerweiterung: 3 Schichten!).
HDV High Definition Video Weiterentwicklung des DV-Standards von Camcordern für Filme in High-Definition-Auflösung.
MPEG Movie Pictures Experts Group Norm zur digitalen Bildübertragung mit Datenreduktion. Bei DVD ist MPEG-2 (mit variabler Datenrate) üblich, bei HDTV
das weiter entwickelte MPEG-4 (höhere Kompression bei aufwändigeren Rechenmodellen).
Anschlüsse / Schnittstellen
Digital
HDMI High Definition Multimedia Interface Schnittstelle mit 19 Pins für hochwertige digitale Bild- und Tonübertragung zwischen Displays, Surround- Receivern und Disc-Playern/Recordern (DVD, Blu-ray, HD-DVD). Ein einziges Kabel genügt. Weitere Vorteile: direkt digital ohne Zwischenwandlung. Aktuelle Version: 1.3.
Audiodaten werden bis maximal 192 kHz/24 Bit auf bis zu 8 Kanälen übertragen. Die
Bandbreite für Videodaten liegt bei bis zu 165 MHz. HDTV-Wiedergabe (1080p) möglich. Datenübertragungsrate: 5 GBit/ Sekunde. HDMI ist zu DVI abwärts kompatibel. Die Übertragung kontrolliert ein digitaler Kopierschutz HDCP.
DVI Digital Visual Interface Schnittstelle mit 24 Pins zur Übertragung von Bilddaten. Wie bei HDMI erzielt man durch Verzicht auf D/A- und A/D-Wandlung sichtbar
bessere Bildqualität. DVI-D ist für Digitalsignale gedacht, DVD-I für die Kombination von Digital- und Analog- Signalen. Datenübertragungsrate: 1,65 GBit/Sek.
IEEE1394/FireWire/iLink Anschluss für DigitalÜbertragung von Bild und Ton – vor allem bei DVSignalen. Datenrate 100 bis 400 Mbit/sek. Maximale Kabellänge 4,5m. Bei 6-Pin-Stecker mit Stromversorgung, bei 4-Pin-Stecker ohne.
RS 232 Digitale Steckverbindung aus der Computer-Welt. Mitunter als Steuer- oder Upgrade-Buchse auch in Unterhaltungs-Elektronik zu finden.
Anschlüsse
Analog
Component Komponenten-Eingang auf Bildschirmen und DVD-Playern. Hochwertige analoge Bildübertragung mittels dreier Farbwerte (ähnlich RGB). Verbindung meist mit drei Cinch-Steckern.
RGB Die TV-Grundfarben Rot-Grün-Blau werden getrennt übertragen. Beste analoge Bildqualität garantiert. Meist über Scart-Stecker übertragen.
S-Video/Y/C Analoger Bild-Anschluss mit Mini-DINStecker mit 4 Pins (Hosiden-Stecker). Luminanz/ Helligkeit = Y und Chrominanz/Farbe = C werden getrennt
übertragen. S-Video bietet daher höhere Bildqualität und Auflösung als der Composite-Video-Anschluss.
Scart/AV Europäischer Standard-Anschluss für analoge Ton- und Bildsignale mit 21 Pins. Kann unterschiedlich ausgelegt sein - sowohl für Composite-Videosignale als auch für Y/C oder RBG-Signale.
Composite Video Die simpelste Form der Videoübertragung mit der geringsten Qualität. Helligkeit und Farbe werden gemeinsam übertragen. Über Cinch- oder Scart-Stecker.
Ton - Stereo und Surround
AC-3 s. Dolby Digital
Deep Stereo Italienische Entwicklung, die aus Stereo- Material einen Mittenkanal addiert und damit bessere spatiale Wirkung erzielen will. Decoder in Bälde.
Dolby ProLogic Das klassische, analoge Surround- System.
DD/Dolby Digital Digitales Ton-Übertragungssystem mit Datenreduktion. DD ist Norm bei DVDs. DD sagt nichts über Surround aus: möglich als 1.0/mono,
2.0/Stereo, 3.0, 3.1, 4.0/Quadro, 5.0/5.1 Surround,… Dolby Digital Plus Die aktuelle Weiterentwicklung von DD für HDTV-Übertragungen, aber auch für HD-DVD.
Noch datenreduziert. Abwärts-Kompatibel mit DD.
Dolby True HD Die neueste Dolby-Entwicklung für HD-Sound auf BD und HD-DVD. Lossless Compression (verlustfreie Datenkompression) sorgt für exzellenten
Klang auf bis zu 8 Kanälen.
DSD Direct Stream Digital Digitales Aufnahmeverfahren auf 1-Bit-Basis mit extrem hoher Sampling-Rate von 2,8 MHz. Bildet die Basis des HD-Klangs bei SA-CDs.
dts/Digital Theater System Konkurrenz zu DD. Besserer Klang dank geringerer Datenreduktion. dts Encore Verbesserung des aktuellen dts-Systens
mit höherer Datenrate. Dts HD High Resolution Audio Die aktuelle Weiterentwicklung
von dts für bis zu 7.1-Kanäle und 96/24- Klang. Noch datenreduziert.
dts HD Master Audio Parallel-Entwicklung zu Dolby True HD für HD-Sound auf BD und HD-DVD.
LPCM Linear PCM Unkomprimiertes Ton-Format auf DVDs mit bis zu 8 Kanälen. 48, 96 und 192 kHz (selten 44,1 und 88.2 kHz) – mit 16, 20 oder 24 Bit Dynamik.
Übertragungsrate: 6.144 MBit/Sekunde.
PCM Pulse Code Modulation Digitales Ton-Speicherverfahren ohne Datenkomprimierung. Üblich bei CD, DVD-Audio und manchmal beim 2.0-Ton von DVDVideo.
SA-CD Super Audio CD HD-Disc nur für Audio. Mt bis zu drei Klang-Möglichkeiten auf einer Disc: Stereo auf CD-Niveau, HD-Stereo und HD-Surround 5.1. mit
DSD-Technologie. SA-CD hält in der audiophilen Szene einen starken Nischenplatz mit mehreren tausend Discs und wird vor allem von kleinen, feinen Labels unterstützt. DVD-Audio, die Konkurrenz-Disc mit bis zu 192kHz/24 Bit-PCM-Klang, besitzt dagegen keine Marktbedeutung mehr.
(wird laufend erweitert)

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