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Multimedia Tipps Nr. 2
BASICS: DER STAUB (Teil 2)
Die Pflege von Kabeln für Bild und Ton
Wo Metall auf Metall trifft, da entstehen Leitungs-Widerstände. Deshalb heißt es Buchsen wie Kabel gleichermaßen zu pflegen, damit die weiter geleiteten, feinen Strömchen ungebremst das andere Gerät erreichen. Selbst die viel gerühmten vergoldeten Buchsen und Stecker erhalten zwar die Leitfähigkeit etwas länger, aber auch sie verlieren mit der Zeit ihr Leistungs-Optimum.
Korrodierte Kontakte äußern sich in Verlust von Ton-Höhen, in Bild-Rauschen und Brumm-Einstreuungen und sogar in totalen Ton- und Bildausfällen. Die Dynamik einer Anlage kann abnehmen, und zumindest verschenkt man Teile der vorhandenen Qualität.
Ein "Frühjahrsputz" pro Jahr ist daher das mindeste. Anzuraten ist - je nach Umgebung - eine vierteljährliche Grundreinigung.
Dazu werden zu aller erst die Geräte vom Stromnetz genommen. Weniger wegen eines Stromschlags, der bei ordnungsgemäß geerdeten Geräten und Wohnungen ohnehin ausgeklammert sein sollte, als wegen des Krachens, den ein heraus gezogener Stecker in Lautsprechern hervor rufen kann.
Es gibt eigene Flüssigkeiten, welche Buchsen und Stecker nachhaltig von Verunreinigungen säubern und sogar nachher versiegeln. Sie sind relativ teuer.
Das gilt auch für Reinigungs-Putztücher, die zudem schwer in Buchsen zu stecken sind. Manche Kontakt-Sprays besitzen zudem eine gewisse Aggressivität, die Stecker-Materialien belasten können.
Als gutes, nicht teures Hausmittel gilt 96-prozentiger Alkohol aus der Apotheke, mit dem man zum Beispiel Pfeifenreiniger (aus der Trafik; besser als die immer fasernden Wattestäbchen) befeuchtet. Feucht ist das Stichwort: Bitte niemals triefend nass verwenden!
Der feuchte, biegsame Reiniger lässt sich leicht ins Innere von Buchsen wie auch über ihre Außenflächen führen - sowohl am Gerät wie bei den Steckern der Verbindungskabel. Akribische Naturen trocknen mit einem frischen Pfeifenreiniger nach.
Diese Reinigung hilft bei allen Geräten - von CD- und DVD-Playern, MD-, CD- und Video-Recordern bis hin zu jedweden Verstärkern und Boxen-Anschlüssen.
Und natürlich bei allen Kabel-Arten, seien es nun Cinch-Stecker (die gebräuchlichsten) oder auch Euro-AV-Scart und Hosiden-S-VHS. Bei den letztgenannten AV-Steckern ist allerdings Vorsicht angeraten: Die feinen Lamellen bei Scart wie die dünnen Stäbchen bei Hosiden sind leicht zu verbiegen.
Denken Sie auch an etwas so unscheinbares wie Antennenkabel. Ihr Fernsehbild und ihre Aufnahmen im Video-Recorder werden es Ihnen danken. Und letztlich gilt es auch für Anschlüsse am Computer, die man offen lässt, wie etwa USB-Ports.
Von der früheren Hauruck-Methode - Stecker einmal rundherum drehen und durch Reibung die Korrosion herunter schaben - ist man heute weitgehend abgekommen. Wer sich aber jede Feucht-Reinigung ersparen will, kann damit Zwischen-Erfolge landen. Auch hier gilt: Geräte vom Netz oder zumindest Lautstärke des Verstärkers auf Null drehen.
Der Erfolg einer gründlichen Reinigung ist sicht- und hörbar. Sie werden staunen, wie "sauber" selbst vertraute Stücke klingen können.
Fortsetzung nächste Woche: Wo stelle ich meine Geräte auf?