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Multimedia Tipps Nr. 9

BASIC:
DER DVD-PLAYER (1)

So wählen Sie Ihren DVD-Player

DVD-Player sind begehrt. Immerhin gibt es Filme in einer Qualität zu sehen und hören, die "normaler" Fernseh-Empfang nur selten bietet.

Vor dem Kauf sollte man an zehn Grundregeln denken:

  1. Regional-Code. Von der Papierform müsste jeder DVD-Player, der hierzulande verkauft wird, eigentlich ein Region-2-Player (Europa, Japan) sein. Darauf könnte man keine DVDs aus anderen Regionen - interessant sind nur die USA/Region 1 - sehen. Das Gegenteil ist wahr. Die Geräte-Industrie hat aus dem Unwillen der europäischen und australischen Cineasten gelernt und die Wünsche der amerikanischen Film-Industrie zurück gestellt: Daher bieten immer mehr Firmen "Codefree DVD-Player" an.

  2. Codefree. Es gibt es zwei Varianten: a) das eigentliche "Codefree": Beim Einschalten sind alle Regionen frei geschaltet; der Player erkennt automatisch die jeweilige Region. b) "Multicode": Der Player kann zwar Player aller Regionen spielen, aber er ist immer auf eine Region eingestellt. Das erweist sich nun als Vorteil, weil neueste Film-DVDs eine trickreichere Regionalcode-Sperre besitzen. Hier prüft die DVD den Player ab, ob er automatisch die Codes erkennt. Wenn ja, wird die Wiedergabe gestoppt. Multicode dagegen wird vorher auf die gewünschte Region eingestellt und lässt sich daher durch keine DVD aus der Ruhe bringen. Es gibt auch viele Firmen, die derartige Nachrüstungen an Geräten vornehmen (Achtung: Manchmal erlischt dann die Geräte-Garantie)

  3. CD-R und CD-RW. Selbstgebrannte CDs sind nicht in allen DVD-Playern abspielbar. Wer dies gern tun will, sollte sich vorher danach erkundigen.

  4. MP3. Dasselbe wie bei 3) gilt auch für selbstgebrannte MP3-CD-Rs.

  5. CDs. Alle DVD-Player spielen CDs und VideoCDs.

  6. Digital-Anschlüsse. Zumindest eine Digitalbuchse zum Ton-Transport (etwa zu einem Mehrkanalverstärker mit Surround-Decoder) sollte vorhanden sein. Digitale Bild-Übertragung ist aus Kopierschutz-Gründen gesperrt.

  7. Analog-Anschlüsse. Das Bild sollte über RGB (TV-Grundfarben Rot-Grün-Blau) oder S-VHS (Y/C) auszugeben sein; neue Modelle besitzen oft schon Komponenten-Anschlüsse (YUV), die in der Qualität in etwa RGB entsprechen. S-VHS (kleine Hosiden-Buchse) ist Mindest-Standard. DVD-Player nur mit einfacher Videobuchse (FBAS/Composite) sollte man nicht kaufen. Für den Ton gibt es wahlweise nur Stereo-Buchsen (Cinch) oder zusätzlich auch Stereo-Ausgänge für jeden Ton-Kanal; für den Subwoofer reicht eine Mono-Buchse. Kopfhörer-Anschlüsse sind dagegen nicht Pflicht.

  8. Farbnorm. Verarbeitung von DVDs in NTSC (USA, Japan) - oft auch bei Musik-DVDs ohne Regional-Code - und PAL (EU) sind eigentlich Pflicht.

  9. 96/24. Der Ton-Ausgangs-Wandler sollte digitale Daten mit 96kHz Abtastrate und 24-Bit-Dynamik verarbeiten können. Das hilft etwa bei Musik-DVDs oder DADs, die audiophile Klangqualität durch entsprechende 96/24-Aufnahmen anbieten. Wichtig; 96/24 ist aus Kopierschutzgründen nur seltenst über die Digital-Buchse aufnehmbar. Hier ist zumeist eine Beschränkung auf maximal 48/24 eingebaut (CDs besitzen "nur" 44,1/16).

  10. Fernbedienung. Ist Norm - heute oft auch schon für einen dazu passenden Fernseher.

Fortsetzung nächste Woche: DVD-Player-Feinheiten bei Surround um beim Setup