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Multimedia Tipps Nr. 11
BASIC:
DER CD-PLAYER (Teil 1)
Die feinen Unterschiede der Daten-Verarbeitung
CD hat sich, wie einst LP, zur "Weltsprache"
unter den Disc-Systemen entwickelt. Keine der neuen Technologien dürfte
jenen internationalen Stellenwert erreichen, den sich die "Kompakte
Platte" seit nunmehr 20 Jahren erworben hat.
Ob neueste DVD-Recorder, ob DVD-Video-Player, ob CD-Recorder oder CD-ROM-Laufwerk
- sie alle besitzen daher eine Abspielmöglichkeit für "den gemeinsamen
Nenner" CD.
Wer braucht also noch einen Player, der nur CDs spielt?
Antwort Nr.1 lautet: Jeder, der nicht DVDs sehen, CD-Rs aufnehmen oder
vor dem Computer hocken will.
Und Antwort Nr.2: Jeder, der CDs in bestmöglicher Qualität hören will.
Der Klang von CDs wurde in den letzten fünf Jahren dramatisch echter.
Das liegt einerseits am besseren Aufnahme-Equipment, andererseits an den
verfeinerten Überspiel/Mastering-Bedingungen (etwa DSD, 96/24, xrCD, HDCD)
Um alle Feinheiten aus der Silberscheibe zu holen, darf es bei der Wiedergewinnung
der originalen Digitaldaten im Player keine Verluste geben. Unterschiede
zwischen Playern betreffen heute weniger oft die Laser-Abtastung oder
die D/A-Wandler (Digital-Analog-Wandler), die technisch durchwegs mehr
Daten bewältigen als je zuvor.
Entscheidend wirken sich die internen Stromversorgungen aller wichtigen
Sektionen, selektierte Bauteile und die Qualität der analogen Ausgangsstufe
aus.
Während etwa DVD-Player in unteren Preisklassen mehr Funktion als Inhalte
vermitteln und mit ihren netten DVD-Bildern den langweiligen Stereoton
bei CDs vergessen lassen, glänzen sehr gute CD-Player durch eine gefühlsmäßig
mitreißende Wiedergabe.
CD-Player besitzen daher immer noch für Freunde purer Musik eine hohe
Attraktivität. Sie sind allein auf ihren audiophilen Zweck hin getrimmt.
Erst in der High-End-Klasse von SACD- und DVD-Playern gehört auch eine
musikalisch ansprechende CD-Abtastung zum "Lieferumfang".
Laufwerk und Wandler oder
Solist
Wie auch bei Verstärkern gibt es Wiedergabe-Geräte, die aus zwei Teilen
bestehen: aus Laufwerk und aus Wandler samt Ausgangsstufe. Der Vorteil
liegt in der Unabhängigkeit von zwei vibrations- und einstreuungs-gefährdeten
Teilen, womit man jede Hälfte noch genauer und aufwendiger designen kann.
Der Nachteil liegt im Mehr an Platzbedarf und an Geld. Denn abgesehen
von der material-entsprechenden Verteuerung benötigt man noch ein Digitalkabel,
das Laufwerk und Wandler verbindet.
Der optimale CD-Player ist zunächst massiv gefertigt, besitzt gute, vibrations-ableitende
Füße und eine gut schall-isolierende Einzuglade (Toploader - mit Bedienung
von oben - sind dagegen mit vibrations-hemmenden Pucks ausgestattet).
Sehr hilfreich ist eine Digital-Out-Taste, welche den Digital-Ausgang
auch komplett abschalten lässt. Wo dies nicht möglich ist, hilft ein Cinch-Stecker
mit eingelötetem 75-Ohm-Widerstand im Digital-Ausgang.
Der Digital-Ausgang ist im besten Fall als Cinch-Buchse (SPDIF) ausgeführt.
Weniger gut, weil anfällig für klangmulmenden Jitter, ist eine Buchse
für Optisch/Toslink; selten geworden ist AT&T-optisch, und nur in
High-End-Geräten findet man BNC und AES/EBU - beides wieder elektrische
Verbindungen wie SPDIF.
Kopfhörer-Anschluss ist möglich, aber nicht notwendig (am Verstärker ergibt
sich meist eine bessere Regelmöglichkeit).
Wer gern kopierte CDs (CD-Rs, CD-RWs) spielt, muss sich vergewissern,
ob der gewünschte CD-Player diese Discs auch lesen kann. Wenn er es nicht
tut, so ist das übrigens kein Qualitäts-Mangel, sondern Firmen-Philosophie.
MP3-CD-ROMs sind so gut wie nie abspielbar, ebenfalls nicht DVDs (Video
und Audio), jedoch aber alle SACDs mit Hybrid-CD-Schicht.
Einfache Bedienung
Die Bedienung gibt uns, die wir Computer und DVD-Player durchschauen,
kaum Rätsel auf. Aber auch ohne dieses Vorwissen sind die Anforderungen
ans Heimstudium gering.
Nicht alle Features der Ur-Norm wurden auch in all den Jahren verwirklicht:
So etwa findet man CDs mit Index-Punkten nur ganz selten (Index ist die
Unterteilung eines Tracks/Musikstücks). Und auch CDs mit Text (Infos über
Künstler, Titel, Tracks) besitzen noch Seltenheitswert.
Ein Blick in die Bedienungsanleitung schadet nie, denn in manchen Playern
warten erklärungsbedürftige Features, wie wählbare Digitalfilter, CD-Datenbank
oder auch eine Wiederholungs-Funktion zwischen zwei Punkten eines Musikstücks.
Bedenken Sie, dass CD-Player, Laufwerke und Wandler eine Einspielzeit
benötigen. Das kann von einem Tag bis zu Wochen reichen (HighEnd-Produkte
sind da meist kritischer).
Vibrationsarme, absolut waagrechte Aufstellung auf einem Musik-Rack bildet
die Basis guten CD-Klangs daheim; bei Verbindungskabeln sind die beigepackten
Strippen bloß zur Funktions-Kontrolle geeignet - hier soll man sich durchaus
munter nach besseren NF-Kabeln (oder Digitalkabeln) umhören. Nuancen und
Timbre, Plastizität und Schnelligkeit lassen sich damit optimieren.
Mit einem guten Stromkabel/Steckerleiste und gegebenen Falls mit einem
Strom-Conditioner sind weitere Klangpunkte zu sammeln, da sich bekanntlich
alle Digitalmedien über sauberen und stabilen Strom freuen.
PS: Wie bei allen Disc-Playern gilt: Keine Geräte aufeinander
stapeln, und die Discs pfleglich behandeln.
Ob State-of-the-Art wie dieser röhrenbestückte
Audio Aero-Player oder auch
ein preiswerter, Klang- und Emotions-bewusster
Mittelklasse-Player - alle entfalten ihr Können auf einer stabilen,
vibrationsarmen Unterlage, mit sauberem Strom und gut abgestimmten
Verbindungskabeln am leichtesten. Foto: Audio Aero |
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Nächste Woche: Die neue Entwicklung: CD-Player können feiner klingen
als die 16-Bit-Norm. Dank HDCD, xrCD, SuperBitMapping Direct und
Upsampling.
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