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Multimedia Tipps Nr. 3

BASICS:
DIE AUFSTELLUNG
(Teil 1)

 











Heimkino kann sich harmonisch in den Wohnraum einfügen.
Foto: lf

Das kombinierte Medien-Zimmer

Nur wenige Menschen leben in einem Palais. Die anderen müssen sich zumeist mit einem Zimmer begnügen, in dem gleichermaßen Platz ist für das Fernseh-Vergnügen wie für high-fidele Genüsse.
Das kombinierte Medien-Zimmer erweist sich im Zeitalter der DVD-Video als durchaus nützlich, weil man auch den guten Sound der digitalen Filmplatte kraftvoll nützen kann. Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen Zimmern, die von Grund auf für mehrere Medien geplant werden oder - was viel häufiger passiert - Zimmern, in denen man lebt und allmählich Elektronik und Boxen nach kauft.
Im ersten Fall kann man Lautsprecher-Kabel und Projektoren-Leitungen elegant verrohren, im zweiten wird man sichtbare Kabel in Kauf nehmen müssen, wenn man an Surround denkt. Dort stehen immerhin zumindest zwei weitere Boxen schräg hinter dem Sitzplatz.

Vom Fenster in den Raum

Gute Aufstellungs-Plätze in langgestreckten Zimmern ergeben sich ohnehin aus den Möglichkeiten des Alltags. Normaler Weise wird man einen rechteckigen Raum in der Längs- oder Quer-Variante nützen. Mitunter klingen aber Boxen auch in der Diagonale aufgestellt sehr räumlich, was auch eine schräg aufgestellte Sitzbank bedingt.
Fernsehgeräte wirken am besten, wenn sich in ihnen absolut keine Fenster, Balkontüren oder Stehlampen spiegeln. So ergibt sich zum Beispiel oft eine durchaus harmonische Mittenplatzierung des Fernsehers zwischen zwei Fenstern. Ähnliches gilt natürlich für Plasma-Displays, Aufsichts-Projektoren und Leinwände, die von LCD-Projektoren beleuchtet werden. Boxen klingen - von Fensterflächen weg gedreht - klirrärmer.
Die Grundbasis einer guten Multimedia-Akustik bleibt die klassische HiFi-Aufstellung: Zwischen den beiden Boxen, welche mit der die Sitzbank der Hörer/Seher ein gleichseitiges Dreieck bilden, steht der Fernsehapparat (mit einem eigenen Center-Lautsprecher bei Surround-Betrieb).
Schon die Stereo/2.0-Aufstellung, dann erweitert auf Center/3.0 bringt - gute Boxen voraus gesetzt - bei Musik wie bei Filmen einen gesteigerten, kino-ähnlichen Klangeindruck; dieser lässt sich mit mindestens zwei weiteren Boxen zum Rundum-Sound (5.0), mit einem Subwoofer zur bekannten "5.1"-Aufstellung (Dolby Digital, dts)erweitern.

Ungehinderte Licht- und Schallwellen

Wenn man den Augen ungehinderte Sicht auf den Bildschirm gönnt, dann gilt das selbe für Ohren und Boxen. Ein Grünpflanzen-Urwald vor Boxen wirkt sich ebenso klangschädigend aus wie gnädig vorgezogene Vorhänge oder abschottende Polster-Möbel. Holzböden sind solchen aus Marmor, Stein oder Ziegeln vorzuziehen; Teppichböden dämpfen üblicherweise sehr den Sound ab.
Akustisch kann man sich helfen, in dem man hallende, leere Zimmer durch Wand-Elemente auflockert (etwa Regale mit Bücher, CDs, dazu Bilder; aber keine Wand-Teppiche) und überdämpfte durch reflektierende Flächen hinter den Frontboxen(!) vitalisiert.
Eines der großen Akustik-Geheimnisse lautet: Den Schall nicht bloß ausklingen, sondern möglichst verteilt reflektieren lassen - ähnlich, wie es in guten Konzertsälen passiert.
Es ist auch so, dass die meisten Lautsprecher erst in einer gewissen Entfernung von Wänden oder auch völlig freistehend ihren Best-Klang liefern; wenn es sich also nicht um ausdrücklich für wandnahe Aufstellung/Aufhängung bestimmte Boxen handelt, dann erweisen sich Entfernungen von 50cm bis 1m vom Lautsprecher zur Wand als hilfreich. Die Elektronik muss im Zeitalter der Fernbedienungen nicht unbedingt in Griffnähe stehen, aber spezielle Aufstelltische/Racks/HiFi-Möbel sind allen Holzkisten aus Mobelmärkten vorzuziehen, weil sie auch jene schädlichen Vibrationen ableiten, die in elektronischen Geräten entstehen.
Um seinen Fußboden braucht niemand Angst zu haben: Standboxen sind heute dank intelligenter Spike-Konstruktionen schonendst auf Parkettböden zu stellen.

Fortsetzung nächste Woche: Das optimale Audio-Zimmer