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Robert Hohner Percussion Ensemble
Far More Drums

Robert Hohner (Dirigent), David Altwerger, Jill Ball, Reuben Booms, Kelly Cotter, John L. Gage, Nathan Heim, Stephen A. Martin, Lorne Watson, David Zerbe, u.v.a.

Aufnahme: Digital. Am 10. März 2000 in der Recital Hall im Performing Arts Center, Purchase College, State University of New York, USA
Tonmeister: Tom Jung; Mark Conese
Masterung: Gus Skinas und Tom Jung bei Airshow Mastering, Boulder, Colorado

dmp/top-edition SACD-10 (Super Audio CD; Hybrid: auch als CD abspielbar; zudem auf SACD sowohl Multichannel 6.0 als auch Stereo wählbar*)

Diese SACD ist das perfekte Vorzeige-Album für Surroundsound oder "Multichannel". Hört man sie in der von dmp empfohlenen Aufstellung, dann wird man schlagartig in den Recital-Saal hineinversetzt.
Denn Tom Jung, einer der Pioniere der Digitaltechnik, setzt - wie übrigens auch Telarc oder Dabringhaus und Grimm - auf einen Höhenkanal. Die klassische Fünfkanal-Aufstellung mit Center-Lautsprecher, Links und Rechts vorne und Links und Rechts Surround hinten gilt auch hier. Vermehrt eben um einen (oder zwei parallel betriebene) Effektlautsprecher über dem Hörer.
Multichannel-SACDs besitzen einen sechsten Kanal mit voller Frequenz-Bandbreite, der sowohl für Musik als auch in vertrauter Weise nur für den Subwoofer ausgelegt sein kann. Wichtig ist nur, dass Ihr Verstärker über sechs und nicht fünf "Full Range"-Anschlüsse verfügt; der Subwoofer kann noch zusätzlich an der Anlage hängen.
Das bedingt ein bisschen zusätzliche Aufstell-Arbeit, aber es reicht, für den Höhenkanal nur eine kleine Box zu nehmen.

Von Ghana bis Kyoto und wieder retour
Das Percussion-Ensemble von Robert Hohner besitzt mehr Personal als das größte Symphonie-Orchester: 26 Damen und Herren betätigen Schlaginstrumente aus aller Welt und das mit einer Virtuosität, die ihresgleichen sucht.
Rhythmus-Fusion wäre ein treffender Stil-Begriff, da hier Einflüsse ghanesischer Meistertrommler ebenso verarbeitet werden wie japanische Kodo, hawaiianische Kriegstänze, balinesische Gamelans und klassischer Bernstein und Strawinsky.
Die Faszination entsteht durch die Synchronität, mit der die Musiker die Rhythmen von einander übernehmen und durchhalten, erhöht durch die plastische Raumwirkung, die sich vor allem im Multichannel-Betrieb ergibt.
Es gibt hier keine Effekte wie bei Alan-Parsons-Project, wo einen auch hinterrücks Instrumente überfallen, aber dafür wird die Ortbarkeit der einzelnen Instrumente und die reichen Nachhall-Eigenschaften umso deutlicher.
Die mannigfaltigen Trommeln, Pauken, Gongs, Rasseln, Klappern und Stäbe, dazu die dynamischen Kontraste und interessanten Klangfarben lassen jeden der acht Tracks dieser Disc hörenswert scheinen. Wer will, kann mit der Lautstärke spielen und sich am Ende des ersten Tracks orientieren: Da stoßen nämlich die Trommler Schreie aus. Wer diese laut hören kann, darf seiner Anlage für ihre Impulsfestigkeit danken.

Ludwig Flich

* SACDs werden in der Startphase noch nicht in allen Läden aktiv beworben. Deshalb geben wir die Bestellnummer und den Vertrieb genau an, damit Sie die SACDs bei Ihrem Händler ggf. bestellen können.