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The Florestan Trio
"Klaviertrios von Debussy, Fauré und Ravel"
Anthony Marwood (v),
Richard Lester (vc),
Susan Tomes (p)
Aufnahme: Digital/DSD. Von 10. bis 12. März 1999.
Tonmeister: Tony Faulkner
Hyperion/Koch SACDA67114 (Super Audio CD; Hybrid: auch als CD abspielbar)*
Diese wunderbare SACD entzückte seit ihrem Erscheinen die
Klassik-Freunde. Denn sie enthält in ihren DSD/DirectStreamDigital-Daten jenen
feinste Klang-Informationen, die jeden Besitzer eines Super-Audio-CD-Players
in Entzücken versetzen.
Der Tonmeister gilt als der wahrscheinlich größte Guru der britischen Digital-Szene:
Tony Faulkner experimentierte seit Jahren mit allen möglichen A/D-Wandlern und
nahm als begehrter Selbstständiger CDs u.a. für Hyperion und Telarc auf.
Er verglich die 192/24-PCM-Aufnahmetechnik mit DSD und schwört seit geraumer
Zeit auf das Sony-Aufnahme-System, weil er meint, dass dieses Feinheiten der
Musik noch besser im Digital-Medium erhalten könne.
Bei diesen drei Klavier-Trios aus der Zeit des französischen Impressionismus
darf man die Probe aufs Exempel machen. Die drei Musiker sitzen mit ihren Instrumenten
- Geige links, Cello rechts und der Steinway-Flügel in der Mitte - förmlich
im Zimmer.
Zwischentöne eines Live-Konzerts
Schön, ja gefällig, fließt das früheste Werk, Claude Debussys g-moll-Trio vorbei,
ein bisschen rückwärts noch in die Romantik gewandt und daher stellenweise extrem
kulinarisch. Gerade hier sollte man auch das Hören beginnen oder eine persönliche
HiFi-Demo eröffnen - mit dem an zweiter Stelle stehenden Scherzo (Track 5).
Sofort wird klar, was diese SACD auszeichnet: Der Flügel steht greifbar da,
die Pizzikato-Zupftöne von Geige und Cello singen atemberaubend, und die nicht
nur seidig schimmernden Töne, sondern auch die Reibungs-Nuancen von Bogen und
Saite, das silbrige Pfeifen der obertonreichen Flageolett-Töne und das "Holz"
der Geige besitzen eine ganz außergewöhnlich fein gesponnene Dynamik.
Das alles kommt den Zwischentönen eines Live-Konzerts sehr, sehr nahe.
Maurice Ravels in vielen Modalitäten schwelgendes, an baskischen Themen orientiertes
Klaviertrio wie das späte d-moll-Werk von Gabriel Fauré versetzen den Zuhörer
in die täuschende Atmosphäre eines Privatkonzerts.
Das Florestan Trio gilt als eines der besten Kammermusik-Ensembles Großbritanniens,
und ihre Brahms-, Dvorak- und Schumann-Klaviertrios erhielten Schallplatten-Preise.
Ihre Interpretationen enthalten sich des übertriebenen Schwulsts ebenso wie
des mechanisch-virtuosen Abspulens, und so entwickeln sich die drei Werke durchaus
pur und tänzerisch.
Die Musik wirkt übrigens so einschmeichelnd, der Klang so sinnlich, dass sie
auch im CD-Format Freude bereitet.
Ludwig Flich
*SACDs werden in der Startphase noch nicht in allen Läden aktiv beworben. Deshalb geben wir die Bestellnummer und den Vertrieb genau an, damit Sie die SACDs bei Ihrem Händler ggf. bestellen können.