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Supercussion

Werke von Werner Pirchner, Michael Radanovics,
Werner Steinmetz und
Aram Chatschaturjan

Supercussion:
Gerhard Windbacher,
Josef Gumpinger,
Leonhard Schmidinger,
Michael Vladar, Johannes Vogel,
Willi Schultz, Werner Steinmetz,
Bruno Hartl und
(als Gast) Oliver Madas

Aufnahme: Digital. Im August 2000 im Studio 6 des ORF, Wien
Tonmeister: Klaus Kellermann

HT&F CD1

Achtung! Diese Aufnahme kann Ihre Anlage prüfen! Sie sorgt auch für die Überholung brustschwacher Verstärker oder sickenermatteter Boxen. Wenn Ihre Anlage aber stimmt (was ich wohl annehme), dann bietet diese superneue CD eine Demo-Qualität, wie man sie nur selten erwartet.
Und das bestimmt nicht von einem österreichischen Unternehmen. Doch derzeit tut sich aufnahmetechnisch einiges in der Szene: Neben dem neuen Jazz-Label "Quinton", deren CDs ich in den nächsten Wochen vorstelle, gibt es nun "Trenner&Friedl".
Audiophile wissen, das dieses Duo durch die Lautsprecher von Andreas Friedl bekannt wurde, und dass die in Graz beheimatete Firma auch Jeff Rowland-Elektronik und Cardas-Kabel vertreibt.
Friedl entdeckte schon vor Jahren das Herz für die musikalische Seite der elektronischen Klangwiedergabe und präsentiert hier eine reizvolle Zusammenstellung von Supercussion.
Supercussion (Vienna) entstand aus der ORF Supercussion und umfasst Schlagwerker heimischer Top-Orchester - Wiener Philharmoniker/Staatsopern-Orchester, Wiener Symphoniker, RSO Wien, Wiener Volksoper, Bruckner Orchester Linz -, die nach einem Arrangement von Bruno Hartl Ausschnitte aus Chatschaturjans "Spartacus"-Ballett virtuos interpretieren.
Percussion, das bedeutet blitzschnelle Impulse und Einschwing-Vorgänge, mörderisch große Dynamik und neben den Super-Fortissimi auch verhauchendes Ausklingen ins Nirwana.
An die 70 Instrumente werden hier betätigt: Pauken bilden da nur die krönende Endzeit-Power, doch dann lauern neben den Marimbaphonen und Bongos, den Xylo- und Vibraphonen noch eine Riesenanzahl pikant drein pfeffernder oder seidig ermunternder Effekt-Instrumente, wie etwa Alarmglocken, eine Polizeipfeife (gestimmt auf f²), Java-Gongs, Tempelblöcke, Crotales, Maracas und ein Guiro....



Die Dynamik-Post geht ab

Drei heiße Stellen verrate ich gerne: Track 5 und 7, jeweils ab etwa 2:10 und Track 8 ab 2:40. Da geht die Post ab, dass auch die unfreundlichsten Nachbarn mit der weißen Fahne zur Tür kommen. Andreas Friedl berichtete mir von Dynamik-Sprüngen von bis zu 60dB. So be warned! Zuerst auf mittlerer Lautstärke probieren.
Die drei anderen Stücke - die Supercussion-Signation von Werner Pirchner, wie auch Michael Radanovics' "Mondoline" und Werner Steinmetz' "kurz&bündig" zeichnen sich durchwegs durch schillerndes Farbenspiel und fein-witzige Arrangements aus, die mir bei jedem Hören neues Vergnügen boten.
Die 24-Bit-Aufnahme mit bloß zwei Mikrofonen (alles Cardas verkabelt) kann sich hören lassen, und die Raumtiefe wie Plastizität und vor allem die Luft um die Instrumente sind vorbildlich eingefangen; ja manchmal hatte ich den Eindruck, von Schallanteilen auch rund um mich umgeben zu sein, was bei dieser Art von Musik extrem realistisch wirkt.
Eine spannende und sehr empfehlenswerte Produktion.

Ludwig Flich

PS: Da ich ganz früh, gerade vor dem Wiener Supercussion-Livekonzert am 28. Februar, in den Genuss der CD kam, kann es sein, dass Ihr Händler noch nichts von ihr weiß. In diesem Fall rufen Sie Andreas Friedl an, der Ihnen die beste Kaufmöglichkeit in Ihrer Nähe verraten kann (0316-68 58 03 oder 0664-442 4105) oder mailen Sie an office@supercussion.net